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Niederländische Wirtschaftsministerin van der Hoeven mit Goldenem Karussellpferd ausgezeichnet
Glanzvoller Parlamentarischer Abend der ESU in Brüssel

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Verleihung des goldenen Karussellpferdes der ESU in Brussel, v.l. ESU-Generalsekretär Jany de Vries, Wirtschafts-
ministerin Maria van der Hoeve, Präsident Europäische Schausteller Jugend, Steve Severeyns, ESU-Präsident
Albert Ritter

Es war eine beeindruckende Nacht nach europäischer Schaustellerart. Unter Teilnahme zahlreicher Mitglieder des Europäischen Parlaments und Schaustellern aus neun europäischen Schaustellernationen fand am 28. November 2007 in Brüssel der Parlamentarische Abend der Europäischen Schausteller-Union (ESU) statt. Mit dem Circusbau der Circusschule Blue Lemon Company auf dem historischen Gelände von Thurn und Taxis hatte die älteste europäische Berufsorganisation einen wunderbaren Veranstaltungsort für ihren zweiten Parlamentarischen Abend in der europäischen Hauptstadt gewählt.
Den feierlichen Höhepunkt des Abends bildete die Verleihung des „Goldenen Karussellpferdes“ der ESU an die Wirtschaftsministerin der Niederlanden, Maria van der Hoeven. ESU-Präsident Albert Ritter würdigte den Einsatz der Ministerin gegen die ursprünglichen Pläne der Regierung in Den Haag, den kulturellen Status von Circus- und Schaustellerunternehmen abzuerkennen und daraus resultierend, den Mehrwertsteuersatz von 6 auf 19 Prozent zu erhöhen. Mit einer eindrucksvollen Demonstration hatten bereits Ende Juli 2007 Schausteller aus ganz Europa im niederländischen Tilburg erfolgreich gegen dieses Vorhaben protestiert. Gemeinsam mit der ESU hatte das hochaktive BTW-Team der niederländischen Schausteller, Schaden vom Gewerbe abgewendet.
Albert Ritter betonte, dass der Kampf gegen die Reduzierung des Mehrwertsteuersatzes in den Niederlanden für alle europäischen Schausteller geführt worden sei, „um einen Flächenbrand in den anderen Staaten zu verhindern.“ Bei dieser Problematik zeige sich, wie wichtig die Existenz einer starken europäischen Schaustellerorganisation sei. Immer mehr gesetzliche Vorgaben kämen nicht mehr aus den nationalen Parlamenten, sondern aus Brüssel. Der ESU-Präsident: Die Volksfeste in Europa sind ein bedeutendes Kulturgut und dieses Kulturgut muss gesichert und darf nicht zerstört werden.“ Die ESU setzte sich in diesem Zusammenhang dafür ein, ein Volksfest beispielhaft zum Weltkulturerbe zu erklären.

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Gäste im Circus Chapiteau

Jean Louis Cottigny erster Schausteller im Europäischen Parlament

Als einen besonderen Ehrengast konnte Präsident Ritter in Brüssel den Schausteller und Europaabgeordneten Jean Louis Cottigny begrüßen. Cottigny sagte zu, sich im Europäischen Parlament gezielt für die Interessen des Gewerbes einzusetzen.
Doch beim Parlamentarischen Abend sollte nicht nur politisiert und diskutiert werden. Nach der Preisverleihung an Ministerin van der Hoeven und einem circensischen Galaprogramm bot sich den Gästen ausreichend Gelegenheit zu Gesprächen in geselliger Runde.
Im Namen des Präsidiums der Europäischen Schausteller-Union dankte Präsident Albert Ritter allen Helferinnen und Helfern für die tatkräftige Unterstützung zum erfolgreichen Gelingen des zweiten Parlamentarischen Abends. Präsident Ritter: „Die Veranstaltung hat eindrucksvoll die Leistungsstärke der ESU und des europäischen Schaustellergewerbes unter Beweis gestellt. Unsere Gäste haben sich bei uns sehr wohl gefühlt. Dies belegen die zahlreichen positiven Rückmeldungen. Der Parlamentarische Abend 2007 hat die ESU in Ihrem Kampf für die Interessen des Berufsstandes ein großes Stück vorangebracht.“
Auch 2008 wird die ESU einen Parlamentarischen Abend in Brüssel veranstalten.

 

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Galaprogramm mit circenischen Höhenpunkten