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Starkes Signal für die Zukunft der Volksfeste
ESU begrüßt Freizeitlärmerlass der NRW-Regierung

Es ist eine gute Nachricht für das Schaustellergewerbe und die Kirmesfans in ganz Europa:
Am 26. April ist der neue Erlass zum Freizeitlärm in Nordrhein-Westfalen in Kraft getreten. Er betrifft unter anderem Traditionsveranstaltungen wie Volks- und Schützenfeste, aber auch Märkte und Konzerte. Die Zahl der zulässigen „seltenen Ereignisse“ wird pro Grundstück von zehn auf 18 Tage pro Jahr erhöht und die Nachtzeit um zwei Stunden hinausgeschoben. Sofern bestimmte Lärmgrenzwerte eingehalten werden, darf eine Veranstaltung damit bis zwei Uhr nachts anstatt wie zuvor nur bis 24 Uhr dauern. Volks- und Schützenfeste können sich nun über 18 Tage ziehen.

Volksfeste sind Ausdruck einer Lebenskultur und fröhlich gelebten Brauchtums. Foto: ESU
 
Die Europäische Schausteller-Union begrüßte die Entscheidung der NRW-Regierung. Sie sieht in dem Erlass ein wichtiges Signal auch für die Zukunft der europäischen Volksfeste. 
Präsident Albert Ritter erklärte: „Nordrhein-Westfalen ist ein Land mit einer über 1200 Jahre alten Volksfesttradition und der größten Volksfestdichte Europas. Wir sind sehr froh, dass die Landesregierung unserer langjährigen Forderung nachgekommen ist. Dies bedeutet zum einen mehr Planungssicherheit für die Schausteller und zum anderen wird dem Wunsch der weit überwiegenden Mehrheit nach fröhlichen Volksfesten in ihrer Heimat Rechnung getragen.“ Volksfeste seien, so Ritter, Ausdruck einer Lebenskultur und fröhlich gelebten Brauchtums, wo die Menschen zusammenkommen, um gemeinsam zu feiern. Durch den Erlass der Landesregierung erhielten die Kommunen nun die Möglichkeit, flexibler Veranstaltungen, bei denen eine Überschreitung der Immissionsrichtwerte zugelassen ist, zu genehmigen.
Präsident Ritter erinnerte auch an die wirtschaftliche Bedeutung der Volksfeste, von denen unter anderem die Gastronomie, Hotellerie, der Einzelhandel und die Städte über steigende Steuereinnahmen profitierten.