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Erfolgreicher ESU Kongress in Basel
Generalversammlung bestätigt Präsidium

Die Vertreter der nationalen Mitgliedsstaaten der Europäischen Schausteller-Union trafen sich am 28. Oktober 2010 in Basel zum 36. ESU Kongress. Auf der Tagesordnung stand eine Fülle aktueller europäischer Schaustellerthemen über die wir nachfolgend in Auszügen berichten.
Zu Beginn der Tagung im historischen Rathaus hieß der Regierungspräsident des Kantons Basel-Stadt, Dr. Guy Morin, die europäischen Schausteller recht herzlich willkommen. Er verwies auf die Bedeutung der Volksfeste als europäisches Kulturgut. Bestes Beispiel sei die Baseler Herbstmesse. Für die gute Zusammenarbeit zum Wohle der Volkfeste wurde der Regierungspräsident mit der ESU-Freundschaftsnadel ausgezeichnet.

ESU hält an europäischem Normsystem für Fahrgeschäfte fest
Die europäischen Sicherheitsstandards für Fliegende Bauten haben für die ESU oberste Priorität. Die Kongressteilnehmer beschlossen einstimmig, auch in Zukunft an den gemeinsam erarbeiteten Sicherheitsnormen EN 13814 bzw. EN 13782 für Fahrgeschäfte festzuhalten. Plänen, wie zum Beispiel aus den Vereinigten Staaten, die Sicherheitsstandards durch eine weltweite ISO-Norm zu ersetzen, wurde, wie bereits auf dem ESU-Kongress Anfang des Jahres in Düsseldorf, eine deutliche Absage erteilt. Laut Präsident Albert Ritter hätten die letzten Verhandlungen zu dieser Thematik ohnehin ergeben, dass die Pläne der Initiatoren, diese Sicherheitsstandards zu senken, zum Stillstand gekommen seien. „Wir sind guter Dinge, dass die europäischen Normen gehalten werden“, sagte Ritter.

 

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Generalsekretär Jany de Vries (rechts) zeichnet Dr. Guy Morin mit der ESU-
Freundschaftsnadel aus. Bildmitte: Vizepräsident Charles Senn. Foto: ESU

Volksfeste sind sicher!
Zum Thema „Sicherheit auf großen Volksfesten“ informierte Präsident Ritter über die aktuelle Diskussion in Deutschland nach der Loveparade-Katastrophe vom 24. Juli 2010. Ritter verwies darauf, dass Volksfeste nicht vergleichbar seien mit Retortenveranstaltung, wie der in Duisburg. Die Sicherheitskonzepte auf den Volksfesten in Deutschland seien seit Jahrzehnten von Profis entwickelt und seitdem immer weiter verbessert worden. Die Veranstaltungen würden traditionell auf den angestammten Plätzen durchgeführt. Albert Ritter: „Es liegen seit Jahrzehnten strenge Rechtvorschriften zur Durchführung von Volksfesten vor. Ein übertriebener Aktionismus ist hier überflüssig.“

Schwerpunktthema Bildung
Der ESU-Kongress gratulierte Jos Severeyns, Vizepräsidentin der Europäischen Schaustellerfrauen-Union, die für ihr Engagement im Bereich der Bildung von Schaustellerkindern am 6. Oktober 2010 in Rom mit dem „Golden Pony Award“ ausgezeichnet worden war.
Die Förderung der Bildungsvoraussetzungen für die Schaustellerkinder und -jugendlichen in Europa ist seit vielen Jahren ein Schwerpunkt der ESU-Arbeit. So wurde im Jahr 2005 das Projekt ENTE (European Network For Traveller Education) von Organisationen und Einrichtungen aus verschiedenen EU-Ländern gegründet. Ziel des Bildungsforums ist die Beschulung und Ausbildung reisender Bevölkerungsgruppen. ENTE will eine adäquate und dauerhafte Struktur gestalten, die für Koordination und Zusammenarbeit auf europäischem Niveau unter denjenigen Einrichtungen sorgt, die für die Bildung reisender Bevölkerungsgruppen zuständig sind. Das Projekt „ENTE“ zeigt, wie wichtig europäische Zusammenarbeit ist und wie erfolgreich europäisch zusammengearbeitet werden kann.

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 Präsident Albert Ritter spricht zu den Kongressteilnehmern. Foto: Daniel Kägi

Präsidium einstimmig wiedergewählt
Bei den turnusmäßigen Wahlen bestätigte die Generalversammlung die bisherigen Präsidiumsmitglieder einstimmig in ihren Ämtern. Als Präsident wurde Albert Ritter (Deutschland) wiedergewählt. Ihm zur Seite stehen die Vizepräsidenten Charles Senn (Schweiz), Frank Delforge (Belgien), Monika Niewinowska (Polen) und Nicole Vermolen (Niederlande). Generalsekretär Jany de Vries (Belgien), sein Stellvertreter Steve Severeyns (Belgien), die Revisoren Wilhelm Schemel (Deutschland) und Dr. Kurt Kaufmann (Österreich) sowie die Sicherheitsbeauftragten Marc Weydert (Luxemburg), Oscar Bruch jun. (Deutschland) und Jan Hoefnagels (Niederlande) komplettieren die ESU-Spitze.

Dank an Schweizer Schaustellerkollegen
Im Anschluss an den 36. ESU Kongress hatten die Teilnehmer bei einem Besuch der Baseler Herbstmesse ausreichend Gelegenheit, sich im Kollegenkreis auszutauschen. Präsident Albert Ritter dankte dem Präsidenten der Vereinigten Schausteller-Verbände der Schweiz, Charles Senn, recht herzlich für die Gastfreundschaft und vorbildliche Organisation der Baseler Tagung.